Der Algorithmus dieser Optimierungsfunktion erhöht den Eigenverbrauch der durch die Photovoltaikanlage erzeugten elektrischen Energie, durch die zeitliche Verschiebung der Batterieladung (Stromspeicher-System). Zudem deckt er den Anwendungsfall ab, wenn die erzeugte Gleichstromleistung der Photovoltaikanlage höher ist als die maximale Einspeisebegrenzung (z. B. aufgrund einer geringeren Nennleistung des Wechselrichters oder aufgrund gesetzlicher Beschränkungen).
Ohne Optimierung
In dem dargestellten Szenario in Grafik 1 wird aufgrund der sonnigen Wetterbedingungen vorrangig die Batterie geladen, die noch vor der Mittagszeit vollständig aufgeladen ist. Die Photovoltaikanlage kann noch mehr Energie erzeugen und das System könnte nun mit der Einspeisung in das öffentliche Netz beginnen. Allerdings ist die Einspeisung aufgrund gesetzlicher Beschränkungen oder der begrenzten Nennleistung des Wechselrichters limitiert. Der grau markierte Bereich zeigt die Energiemenge, die das System hätte produzieren können, aber die aufgrund der Limitierung nicht genutzt werden konnte. Diese Energiemenge kann als verlorenes Potenzial betrachtet werden.
Mit Optimierung
Der Algorithmus der Optimierungsfunktion „Prognosebasiertes Batterieladen” sorgt dafür, dass die Batterie so geladen und entladen wird, dass die Nutzung der erzeugten PV-Energie und gleichzeitig die Erträge aus der Einspeisung maximiert werden. In dem Szenario in Grafik 2 hat der Algorithmus vorhergesagt, dass die Spitzenlast um die Mittagszeit auftreten wird und über der Netzeinspeisebegrenzung liegt. Aus diesem Grund wird die Batterieladung um 10:00 Uhr morgens unterbrochen und Speicherkapazität als Reserve für die Mittagszeit vorgehalten. Wenn die mögliche Einspeiseleistung den Grenzwert erreicht, wird die Batterieladung fortgesetzt und so der maximal mögliche PV-Ertrag erreicht.